ABB lässt Grossaktionär abblitzen

Kostensparziel hochgeschraubt

Der Industriekonzern ABB wird – trotz Druck von Investorenseite – seine Stromnetzsparte nicht verkaufen. Zudem kündigt ABB Einsparungen in Milliardenhöhe an.

Der Industriekonzern ABB will seine Netzwerktechnik-Sparte Power Grids behalten. Er gibt dem Drängen des Grossaktionärs Cevian nicht nach, der eine Abspaltung fordert. Stattdessen soll die Sparte durch Partnerschaften gefördert werden.

«Die anhaltende Transformation unserer Power-Grids-Division unter dem ABB-Management ist die beste aller sorgfältig geprüften Optionen für unsere Aktionäre», sagte ABB-Verwaltungsratspräsident Peter Voser gemäss einer Mitteilung zum Investorentag.

Investor Cevian zeigte sich enttäuscht über das Ansinnen der ABB-Konzernleitung. «Der Verwaltungsrat hat die Entscheidung getroffen, an der Konglomeratsstruktur festzuhalten. Wir glauben, das ist eine unglückliche Entscheidung», wird Cevian-Co-Chef Lars Förberg in einem Statement von Cevian zitiert. Cevian hält rund 6 Prozent der Aktien des Technologiekonzerns.

Kostensparziel hochgeschraubt

Gleichzeitig schraubt ABB das Kostensparziel nach oben. In der Verwaltung sollen neu 1,3 Milliarden Dollar eingespart werden, 30 Prozent mehr als bisher angepeilt. Das im letzten Jahr lancierte Kostensparprogramm habe die Erwartungen übertroffen, begründete ABB das neue Ziel in der Mitteilung.

Weiter kündigte der Konzern ein zweites Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 3 Milliarden Dollar für 2017 bis 2019 an.

Quelle: SRF

5.10.2016

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