Jura Cement – Auffüllen statt abbauen

Ein Teil des grossen Abbaugebietes zwischen Veltheim und Auenstein wird der Natur zurückgegeben. Die Gemeinden freut es.

125 Jahre sind genug. So lange baute die Jura Cement zwischen Auenstein und Veltheim Gestein für ihr Zementwerk in Wildegg ab. Nun soll ein Teil des Steinbruchs Oberegg wieder aufgefüllt und danach renaturiert werden.

Dazu braucht es viel Material, wie Steine und Erde. Dieses stammt aus verschiedenen Tunnelprojekten in der Region. Die Tunnelbauer zahlen der Jura Cement Geld, dass sie ihr Aushubmaterial in den Steinbruch bringen können.

Mit Bahn und Förderband

Das Material erreicht das Zementwerk Wildegg auf dem Schienenweg. Zuerst wollte man aus Kostengründen auch einen Teil mit LKWs transportieren. Die Gemeinden waren mit dieser Lösung jedoch nicht einverstanden. Deshalb wird nun alles mit dem Zug herantransportier. In den nächsten 15 Jahren kommen so täglich bis zu fünf Züge in Wildegg an.

In Wildegg hat die Jura Cement eine Abfertigungsanlage eingerichtet. Mit Hilfe von dieser soll das Aushubmaterial von den Zügen auf das extra aufgestellte Förderband gelangen. Dieses führt dann über 2,5 Kilometer bis zum Steinbruch Oberegg. Vier Personen braucht es, die diesen Prozess überwachen und die nicht maschinellen Aufgaben ausüben. Insgesamt kostet das ganze Projekt die Jura Cement etwa 15 Millionen Franken.

Dass der Steinbruch Oberegg nun wieder aufgefüllt und renaturiert wird, freut besonders die Gemeinden. Die ganze Idee stammt aus den Gemeinden. Gemeindeamann Ueli Salm von Veltheim ist deshalb froh, dass das Projekt nun läuft. So dass es in 15 Jahren wieder etwas natürlicher aussehe als zuvor, sagt er: «Auch wenn es nie mehr so aussehen wird, wie es ein Mal war.»

Quelle: SRF

Bilder ZVG Jura Cement

23.6.2017

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