Warum Sie jetzt sofort Ihr iPhone updaten sollten

Sie haben ein iPhone? Dann sollten Sie schleunigst auf das neuste System aktualisieren. Das Update schliesst drei bisher unbekannte Sicherheitslücken.

Mit dem Update auf die Systemversion iOS 9.3.5 schliesst Apple gleich mehrere gravierende Sicherheitslücken. Wer das Update noch nicht installiert hat, sollte das darum so schnell wie möglich nachholen. Wie immer vor der Aktualisierung sollte ein Backup der eigenen Daten angelegt werden. Das Update lässt sich über Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate starten.

Die Lücken wurden diesen Monat entdeckt, nachdem am 10. und 11. August der Rechtsanwalt und Menschenrechtsaktivist Ahmed Mansoor verdächtige SMS-Nachrichten erhalten hat. Enthalten war darin ein Link, der ihm Details zu gefolterten Gefängnisinsassen in den Vereinigten Arabischen Emiraten versprach. Mansoor war misstrauisch – und klickte nicht.

iPhone wird zur Wanze

Hätte er auf den enthaltenen Link geklickt, hätte sein iPhone 6 aus der Ferne gesteuert werden können. Stattdessen meldet Mansoor den Erhalt der verdächtigen Nachrichten an Sicherheitsexperten.

Diese untersuchten den Vorfall und kamen zum Schluss, dass es sich dabei um gravierende Sicherheitslücken in iOS handelt. Hätte Mansoor auf den Link geklickt, wäre sein iPhone zur Wanze geworden – ohne, dass er davon etwas mitbekommen hätte, schreiben die Experten. Die Angreifer hätten Kamera und Mikrofon anzapfen, Anrufe aufzeichnen oder auch Whatsapp-Nachrichten abfangen können. Sie gaben dem entdeckten Überwachungsprogramm den Namen «Pegasus».

Journalisten ausspioniert

Die Experten sprechen von der «ausgeklügeltsten Attacke», die sie je auf einem Gerät gesehen haben: Ein Spionageprogramm könnte sich dank den Schwachstellen weitreichenden Zugang zu iPhones verschaffen.

Die involvierte Sicherheitsfirma, Lookout, entdeckte insgesamt drei, bisher unbekannte Lücken. Sie meldeten alle umgehend an Apple. Kommuniziert wurden der Fund erst jetzt, nachdem Apple die Lücken gestopft hat. Involviert in den Vorfall war auch Cititzen Lab, ein interdisziplinäres Labor an der Univerisät Toronto, die sich mit den Themen Menschenrecht, Kommunikation und IT-Security beschäftigt. Cititzen Lab vermutet hinter dem Angriff auf Mansoor ein israelisches Spyware-Unternehmen, die sogenannte NSO Group.

Das kanadische Citizen Lab fand auch Hinweise darauf, dass ein mexikanischer Journalist und bisher nicht näher bekannte Zielpersonen in Kenia mit Hilfe von «Pegasus» ausgespäht worden seien. Insgesamt blieb jedoch zunächst unklar, wie breit und wie lange sie eingesetzt worden sein könnte.

Ein Sprecher der als Urheber vermuteten NSO Group erklärte der «New York Times», man verkaufe nur an Regierungsbehörden und halte sich streng an Ausfuhrbestimmungen. Er wollte keine Angaben dazu machen, ob Software des Unternehmens in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in Mexiko im Einsatz sei.

26.8.2016

Apples iPhone von Spionage-Programm attackiert. Schlimmster Virus

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