Aargau: Hochsaison für Einbrecher – höchste Wachsamkeit gefragt

Vor Einbruch schützen

Schutz vor Einbruch

Bild: AL-KU Fenstertechnik AG Zofingen

Der Spätherbst ist die Hochsaison sogenannter Dämmerungseinbrecher. Dementsprechend verzeichnet die Kantonspolizei Aargau seit Beginn der Winterzeit auch steigende Zahlen bei den Wohnungseinbrüchen. Höchste Wachsamkeit ist gefragt!

Ganzes Haus durchwühlt

Böse Überraschung für die Bewohner eines Einfamilienhauses in Seengen: Bei ihrer Heimkehr müssen sie erkennen, dass in ihrer Abwesenheit Einbrecher am Werk waren. Diese hatten ein Fenster aufgehebelt und dann sämtliche Zimmer durchwühlt. Im Schlafzimmer stiessen die Täter auf einen Umschlag mit mehreren hundert Franken Bargeld. Etwa gleich hoch ist der hinterlassene Sachschaden.

Diese Tat vom frühen Dienstagabend ist beispielhaft für Dutzende von Wohnungseinbrüchen, wie sie der Kantonspolizei Aargau derzeit gemeldet werden.

Dämmerungszeit ist Einbruchszeit

Dass die wiederholten Warnungen vor sogenannten Dämmerungseinbrechern nicht aus der Luft gegriffen sind, zeigen gestiegene Einbruchszahlen. So verzeichnet die Kantonspolizei seit anfangs November bereits über 60 Wohnungseinbrüche – 20 davon allein in den ersten drei Tagen der aktuellen Woche. Damit gleicht sich die statistische Kurve jener des Vorjahres an. Die Tendenz lässt einen weiteren Anstieg der Zahlen befürchten.

Bei den meisten der aktuell registrierten Einbrüche kann die Tatzeit eindeutig auf die frühen Abendstunden eingegrenzt werden. Einmal mehr bestätigt sich damit das altbekannte Muster, wonach Einbrecher im Schutz der frühen Dämmerung zuschlagen, während die Bewohner noch nicht zu Hause sind.

Tatorte entlang der A1

Ein Blick auf die aktuelle Lagekarte zeigt, dass sich die Tatorte vornehmlich in einem Korridor entlang der A1 verteilen. Von Einbrüchen bislang weitgehend verschont geblieben ist das Fricktal als traditioneller Einbruchs-Hotspot in Grenznähe. Immer wieder weichen einzelne Taten jedoch von diesem Grundmuster ab. Daher muss grundsätzlich immer und überall im Kanton mit Einbrechern gerechnet werden.

Wer sind die Täter?

Nach polizeilichen Erkenntnissen gehen die meisten Einbrüche auf das Konto sogenannter Kriminaltouristen, also Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz, welche gezielt zur Begehung von Straftaten einreisen. Viele der Täter stammen aus dem Balkan oder Osteuropa, welche die Einbrüche alleine, zu zweit oder zu dritt ausführen. Bezeichnend ist deren hohe Mobilität, was die polizeiliche Fahndung stark erschwert. Zu achten ist dabei auf ältere Autos mit Kontrollschildern aus umliegenden Ländern oder osteuropäischen Staaten. Darüber hinaus sind immer auch in der Schweiz wohnhafte Einbrecher mit lokalem Bezug am Werk.

Gezielte Aktionen gegen Einbrecher

Während die Bekämpfung der Einbruchskriminalität bei der Kantonspolizei Aargau ohnehin einen Schwerpunkt bildet, hat sie ihren Einsatz nun nochmals intensiviert. So steigert sie in den kritischen Stunden ihre uniformierte Präsenz sowie die Fahndung nach verdächtigen Personen. Zudem führt sie kantonsweit gezielte, der jeweiligen Lage angepasste Aktionen durch.

Erhöhte Wachsamkeit gefragt

Erfahrungsgemäss hält die erhöhte Aktivität von Einbrechern bis um die Weihnachtszeit an und flaut dann wieder ab. Bis dahin mahnt die Kantonspolizei Aargau zu erhöhter Wachsamkeit und Vorsicht. Sie bittet darum, verdächtige Personen und Fahrzeuge sofort zu melden (Notruf 117).

Die wichtigsten Sicherheitsmassnahmen gegen Einbrecher

• Zutritt erschweren / Schaden minimieren:

• Türen und Fenster stets verschliessen.

• Am Abend und in der Nacht Rolläden herunterlassen.

• Mechanischen Schutz von Fenstern und Türen optimieren.

• Wenig Bargeld und Wertsachen zu Hause aufbewahren.

• Anwesenheit vortäuschen:

• Licht brennen lassen und mit Zeitschaltuhr steuern.

• Keine Hinweise auf Abwesenheit hinterlassen.

• Nachbarn über Abwesenheit orientieren.

Und wenn es doch passiert

- Sofort die Polizei verständigen (Notruf 117).

- Tatort möglichst nicht betreten und nichts verändern.

- Nachbarn verständigen.

Quelle: Kantonspolizei Aargau

15.11.2018

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