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Sonderschau Corona im Schaffhauser Museum im Zeughaus: Schweizer Armee im Einsatz gegen Covid-19

Sonderschau Corona im Schaffhauser Museum im Zeughaus

Sonderschau Corona im Schaffhauser Museum im Zeughaus

Ernst Willi (l.) und Walter Baumann haben die Ausstellung des Museums im Zeughaus gestaltet. Bild ZVG Schweizer Armee

Kaum hatte die Armee ihren subsidiären Einsatz zur Bewältigung der Coronakrise beendet, befasste sich erstmals ein Museum mit dem Thema. Das Museum im Zeughaus in Schaffhausen bettete das Engagement zugunsten der zivilen Behörden als Sonderschau in seine aktuelle Ausstellung über die Mobilmachungen der Armee ein.

Bis zu 6000 Armeeangehörige haben vom 16. März 2020 bis Ende Juni Assistenzdienst zugunsten der zivilen Behörden geleistet. Sie standen überall dort im Einsatz, wo die zivilen Kräfte an ihre Grenzen gestossen waren und die Armee um Unterstützung gebeten hatten. Die Armeeangehörigen leisteten für Zoll und Grenzwachtkorps sowie für das zivile Gesundheitswesen dringend benötigte Hilfe.

Eine Ausstellung im Museum im Zeughaus in Schaffhausen widmet sich nun diesem Einsatz. Sie ist eine Ergänzung der ständigen Schau zu den rund 130 Mobilmachungen der Armee seit 1792. Der Corona-Einsatz sticht in dieser Reihe hervor, gibt Kurator Ernst Willi zu bedenken: «Keine Mobilisierung seit 1945 umfasste so grosse Teile der Armee.»

Die Idee zur Sonderausstellung sei ihnen schon bald nach dem Mobilmachungsbeschluss gekommen, sagt Walter Baumann vom Museumsteam. «Sie ist eine logische Weiterführung der Ausstellung zu den Mobilmachungen». Sie vermittelt beispielhaft den Auftrag, die Gliederung und den Mobilmachungsprozess der Armee von heute.

Mobilmachung war ein Erfolg

«Die Mobilmachung verlief reibungslos, das System der abgestuften Bereitschaft funktioniert», so Willi. Das sei angesichts der Armeereformen der letzten Jahre mit dem zeitweiligen Verzicht auf den Mobilmachungsprozess nicht selbstverständlich. «Die Armee war zeitweise nicht einsatzbereit», stellt er klar. «Erst die WEA hat eine Rückbesinnung ausgelöst.» Der Assistenzdiensteinsatz sei der unerwartete Test für die neuen Abläufe gewesen. «Und es hat funktioniert. Die Armee hat mobilisiert und ihre Feuerprobe glänzend bestanden.»

Die Ausstellung zeigt detailliert die Phasen des Einsatzes auf und würdigt, dass der grösste Teil der Armeeangehörigen das Aufgebot fristgerecht quittiert hat und korrekt eingerückt ist. «Dies übertraf die Erwartungen der Armee», so Willi. Insbesondere hätten sich die elektronische Alarmierung sowie die Führung der Mobilmachung bewährt, «sogar bei Formationen, die eine Mobilisierung im Vorfeld noch gar nie trainiert hatten».

Die Unterstützung erfolgte im Grenzkanton Schaffhausen mit seinen 50 zum Teil schwer kontrollierbaren Grenzübergängen vor allem im Bereich Schutz. Ohne die Truppe wäre die Grenzschliessung zu Deutschland nicht durchsetzbar gewesen.

Auftrag erfüllt

Das Fazit: Die Ausstellung zeigt auf, dass die Kantone ohne die rasche Unterstützung der Armee und des Zivilschutzes am Anschlag gewesen wären. 300 Anfragen um Unterstützung wurden zur vollsten Zufriedenheit der Auftraggeber erfüllt. Im Gesundheitswesen verschaffte die Arbeit der Sanitäts- und Spitalsoldaten dem medizinischen Personal Luft.

Die Ausstellung schliesst mit einem Interview mit dem Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, sowie der letzten Botschaft des Kommandanten Subsidiäre Einsätze, Korpskommandant Aldo C. Schellenberg: «Die Mobilmachung war ein voller Erfolg.»

Quelle: Schweizer Armee

1.10.2020

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