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Kristall-Salmler – der Fisch ohne Eigenschaften im Zoo Basel

Kristall-Salmler im Zoo Basel

Im Aquarium 28 im Vivarium des Zoo Basel lebt eine Gruppe von Kristall-Salmlern. Über die fünf Zentimeter langen und völlig durchsichtigen Fische ist kaum etwas bekannt. Erst Beobachtungen in Aquarien bringen langsam Licht ins Dunkel.

Der Fisch mit den unbekannten Eigenschaften hat nicht einmal einen akzeptierten deutschen Namen. Seine wissenschaftliche Bezeichnung ist Paracheirodon pi . Man weiss nicht viel mehr über den kleinen Fisch, als dass er erst 1978 entdeckt und 2016 neu beschrieben wurde und aus dem westlichen und zentralen Amazonasbecken stammt. Gelegentlich wird er «Kristall-Salmler» oder «Bergkristall-Salmler» genannt. Dies trifft die Sache ganz gut, denn das Fischchen ist absolut transparent, nur die Eingeweide sind als verspiegelter «Sack» undurchsichtig. Die Verspiegelung erlaubt - wie die Transparenz - eine fast perfekte Tarnung im oft trüben Wasser.

Transparenz bei Fischen ist noch nicht vollständig geklärt

Transparenz ist im Reich der Tiere nicht besonders selten: Sie findet sich bei Linse oder Glaskörper im Augeninneren jedes Wirbeltieres, im Meer sind die meisten Planktontiere wie die Quallen transparent. Aber transparente Fische? Die sind selten! Transparent ist man als Fisch aber nicht einfach, man macht sich transparent. Transparenz ist ein komplizierter, aktiver Vorgang, der noch nicht abschliessend erklärt ist. Die Transparenz verbraucht Energie. Stirbt ein transparentes Tier, wird es schnell milchig weiss. Um durchsichtig zu sein, darf möglichst wenig Licht gestreut werden. Dafür müssen die Strukturen im Körper gleich ausgerichtet sein, in der Haut dürfen sich keine Farbstoffzellen befinden, und je weniger Blutgefässe vorhanden sind, desto transparenter kann ein Fisch werden.

Aquarienbeobachtungen geben Aufschluss

Über die Kristall-Salmler ist praktisch noch nichts bekannt. Eine Handvoll Forscher hat sie bisher zwar anatomisch beschrieben und ein paar Fundorte angegeben, aber wie sie leben, was sie fressen und wie sie sich fortpflanzen, darüber kann nur spekuliert werden. Alles was wir bisher über die Fische wissen, stammt aus Beobachtungen im Aquarium: Offensichtlich bilden die Salmler immer Gruppen, bei Gefahr oder Störungen rücken sie näher zusammen, bei Entspannung verteilen sie sich etwas in der Umgebung. Es sind also unechte Schwärme. Bei einem echten Schwarm wären die Abstände zwischen den Individuen stets etwa gleich gross.

Einzigartig geformte Schwimmblase

Männchen und Weibchen sehen einander zum Verwechseln ähnlich, wenigstens für uns Menschen. Sie «stehen» gerne am Ufer beisammen, am liebsten zwischen den Verzweigungen von Wurzeln oder Wasserpflanzen. Im Vivarium im Zoo Basel wurde festgestellt, dass sie abgesehen von schwimmenden Insektenlarven auch Anflugnahrung, also Insekten, die sich nahe oder auf der Wasseroberfläche befinden, erbeuten. Das passt natürlich zum bevorzugten Standort in Ufernähe, wo sich immer die meisten Insekten tummeln.

Noch etwas ist einzigartig beim Kristall-Salmler: Die Schwimmblase, die als einziges inneres Organ gut zu sehen ist, ist torbogenförmig. Sie ähnelt damit dem griechischen Buchstaben Pi, was zur Namensgebung Paracheirodon pi führte.

Quelle: Zoo Basel

Bilder ZVG: Zoo Basel

28.10.2018

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