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Was schaut rechtzeitig zu Ostern aus dem Baby-Beutel von Iorka?

Nachwuchs bei den westlichen grauen Riesenkängurus

Nachwuchs bei den westlichen grauen Riesenkängurus

Bild ZVG Zoo Basel

Drei junge Kängurus gibt es zurzeit im Zoo Basel. Eines von ihnen ist eigentlich noch gar nicht geboren. Wie kann das sein? Die Details über die spezielle Fortpflanzung der Beuteltiere erfahren Zoobesucherinnen und -besucher im Haus «Australis».

Aus dem Beutel von Iorka (8) schaut ein neugieriges Junges heraus. Das Kleine von Chupa (14) macht erste Ausflüge aus Mutters Beutel und inspiziert mit noch etwas wackeligen Hüpfern die Anlage. Bei Ella (12) verrät erst eine Beule am Bauch, dass in ihrem Beutel ein Junges heranwächst.

Die Fortpflanzung der Kängurus unterscheidet sich stark von jener der sogenannten «Plazentatiere», zu denen auch wir Menschen gehören. Das Junge kommt schon nach 30 Tagen zur Welt, ist bei der Geburt nur etwa einen Zentimeter gross und bloss einige Gramm schwer. Es sieht eher aus wie ein kleines rotes Würmchen mit zwei Armen und nicht wie ein Känguru.

Erstaunlicherweise klettert der Winzling ohne Hilfe an Mutters Bauch hoch in den Beutel und saugt sich dort an einer Zitze fest. Die Zitze schwillt an, sodass das Junge fest «angedockt» ist. Saugen kann das Kleine noch nicht, für den Milchnachschub sorgen die Muskeln der Zitze, die sich eigens zu diesem Zweck bilden.

Kängurus haben zweimal Geburtstag

Die Jungen entwickeln sich neun Monate im Beutel, bevor sie das erste Mal herausschauen. Dieser Moment wird im Zoo denn auch als Tag der Geburt notiert, da die eigentliche Geburt vom Zoopersonal unbemerkt vonstatten geht. So haben Kängurus im Zoo also ungefähr erst neun Monate nach ihrer Geburt Geburtstag!

Für Quano, Chupas Sohn ist der 10 Januar als «Geburtstag» festgehalten. Ende März machte er seinen ersten Ausflug aus dem Beutel. Nun wird Quano – wie alle Kängurukinder – noch rund sechs Monate weiter gesäugt. In dieser Zeit kann die Mutter an einer anderen Zitze bereits den nächsten Winzling im Beutel tragen und zwei Milch-Sorten mit verschiedener Zusammensetzung produzieren und so die unterschiedlich alten Jungen optimal ernähren.

Spezialfall Beuteltiere

Riesenkängurus leben in grossen Gruppen, in welchen Männchen Weibchen-Gruppen beanspruchen und als ihr Harem gegen andere Männchen verteidigen. Bei der meist ruppigen Kopulation verhindert ein Paarungspfropfen eine erneute Paarung des Weibchens für eine kurze Weile, was den Befruchtungserfolg des Männchens erhöht.

Die Fortpflanzungsweise der Beuteltiere existiert entwicklungsgeschichtlich länger als jene der Plazentatiere. Bei Plazentatieren wachsen die Jungen in der Gebärmutter von einer Plazenta versorgt heran und die Jungen werden recht weit entwickelt geboren. Die 320 Beuteltierarten machen etwa sechs Prozent aller Säugetiere aus. Sie kommen vor allem in Australien vor. Auf dem Amerikanischen Kontinent gibt es ebenfalls einige wenige Beuteltierarten (Opossums und Beutelratten).

Beuteltiere verbreiteten sich vor 125 Millionen Jahren von Asien aus via Europa und Amerika bis nach Australien, welches über die (damals noch eisfreie) Antarktis mit Amerika verbunden war. Vor etwa. 65 Millionen Jahren verdrängten die Plazentasäugetiere die Beuteltiere. In Australien, welches zu dieser Zeit nicht mehr mit den restlichen Landmassen verbunden war, überlebten die Beuteltiere bis heute in vielen verschiedenen Arten.

Von Kängurus gibt es ca. 65 Arten, 31 davon gelten laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) als bedroht - nicht so das Westliche graue Riesenkänguru – dieses ist sehr häufig und wird auch bejagt. Im Zoo Basel leben zwölf Westliche Graue Riesenkängurus auf der Anlage «Australis»: Zwei Männchen, sieben Weibchen und drei Jungtiere.

Quelle: Zoo Basel

Bilder ZVG: Zoo Basel

21.4.2019

Es ist das Osterfest alljährlich für den Hasen recht beschwerlich.

Wilhelm Busch

AL-KU FENSTERTECHNIK AG ZOFINGEN wünscht Ihnen frohe und sonnige Ostertage.

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