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Trotz Sorgen um Pensionskassenrente Lebensstandard im Alter halten

Pflege

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Symbolbild by truthseeker08 from Pixabay

Die meisten Schweizer vertrauen der AHV – doch um ihre Pensionskassenrente machen sie sich grosse Sorgen. Das zeigt eine VZ-Umfrage des Vermögenszentrums (VZ) unter rund 600 Personen. Trotz der Zweifel erwarten die meisten, dass sie ihre Pensionierung problemlos finanzieren können.

Der neue Pensionierungs-Barometer des VZ zeigt klipp und klar, wie stark die Renten gesunken sind. 2002 konnte ein 55-Jähriger, der 120'000 Franken verdient, eine Rente von rund 75'000 Franken erwarten. Heute kann ein 55-Jähriger mit demselben Lohn nur noch mit knapp 60'000 Franken aus AHV und Pensionskasse rechnen. Die erwartete Rente ist also um fast 20 Prozent geschrumpft. Das entspricht einer Einbusse von mehr als 14'000 Franken pro Jahr oder 1200 Franken pro Monat.

Ein Grund ist, dass der gesetzliche Umwandlungssatz, mit dem die Ersparnisse in eine Rente umgerechnet werden, auf 6,8 Prozent gesenkt wurde. Besonders gross ist die Einbusse für Erwerbstätige, die mehr als 85'320 Franken verdienen. Denn ein Teil ihres Lohnes ist im Überobligatorium versichert. Dort ist der Umwandlungssatz teilweise schon unter 5 Prozent gesunken. Dieser Trend dürfte sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Deswegen wird die Einkommenslücke der künftigen Pensionierten immer grösser.

Das neue Barometer zeigt: Bei einem Mann, der 100'000 Franken verdient, entsprechen die Renten heute nur noch knapp 55 Prozent des letzten Lohnes – 2002 waren es noch rund 62 Prozent. Klar ist: Das Einkommen vieler Versicherter wird nicht reichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Wer ohne finanzielle Sorgen in Pension gehen will, wird je nach Alter mehr sparen müssen. Dazu gibt es einige Möglichkeiten:

Bleiben Sie länger berufstätig

Bleiben Sie länger erwerbstätig, wenn Sie können. Wenn Sie Ihre AHV-Rente um ein Jahr aufschieben, erhalten Sie 5,2 Prozent mehr Rente, als wenn Sie Ihre erste Rente mit 65 bzw. 64 beziehen – und zwar Ihr Leben lang. Eine schrittweise Pensionierung hilft wiederum, Steuern zu sparen.

Wenn Sie Ihr Pensum mit 63 Jahren von 100 auf 70 Prozent reduzieren, können Sie bei vielen Pensionskassen dann schon 30 Prozent Ihres Geldes auszahlen lassen und den Rest beziehen, wenn Sie endgültig aufhören. Und wenn Sie die Bezüge über mehrere Kalenderjahre staffeln, sparen Sie zusätzlich, weil Sie in der Regel die Steuerprogression brechen.

Schöpfen Sie Ihre Säule 3a aus

Verpassen Sie keine Einzahlungen in die dritte Säule. Wer ab 40 jedes Jahr den Maximalbetrag einzahlt, kann bei einer Rendite von 2 Prozent pro Jahr bis 65 219'000 Franken ansparen. Wer mit 55 beginnt, kommt immer noch auf 75'000 Franken. Dieses Geld benötigen Sie im Alter.

Kaufen Sie sich in Ihre Pensionskasse ein, wenn Sie können. So sparen Sie meistens sehr viel Steuern. Die Ersparnis ist umso grösser, je höher Ihr steuerbares Einkommen ist und je schneller Sie die Einzahlungen wieder beziehen.

Nicht vergessen!

Viele bezahlen unnötig hohe Prämien und Gebühren bei Banken und Versicherungen – das frisst die Ersparnisse auf. Vergleichen Sie Prämien und Gebühren und wechseln Sie zu einem günstigeren Anbieter. Und wenn Sie im Alter sorgenfrei leben möchten, sollten Sie Ihr Geld langfristig ertragreich anlegen.

Für viele eignen sich passive Anlagen wie Exchange Traded Funds (ETF) am besten. Diese sind günstig und transparent, und Sie können schon mit kleinen Summen die Risiken breit streuen. Mehr Infos & Beratung bei den Experten vom Vermögenszentrum Luzern.

25.9.2019

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